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Eigenbluttherapie

Nach heutigem Verständnis gehört die Eigenbluttherapie zu den Reizkörperverfahren. Durch den Kontakt des Körpers mit dem Blut soll ein Reiz gesetzt werden, auf den der Körper reagiert. Ziel der Therapie ist eine Umstimmung. Darunter versteht man eine Veränderung im Spannungsniveau des vegetativen Nervensystems. Dies beeinflusst Organfunktionen, die Aktivität der Hormondrüsen und des Immunsystems und viele andere Vorgänge im Organismus.

Zunächst entnimmt der Therapeut dem Patienten aus einer Armvene Blut. Danach wird das Blut dem Patienten in die Muskulatur oder das Fettgewebe des Beckens gespritzt. Viele Therapeuten vermischen das Blut vor der Injektion mit homöopathischen Mitteln, bestrahlen es mit UV-Licht oder setzen Ozon zu. Dies soll die Wirksamkeit der Eigenbluttherapie erhöhen.

Nach der Behandlung kann es zu einer Erstverschlimmerung kommen. Diese wird als positiv bewertet. Allerdings sollte die Erstverschlimmerung eine bestimmte Stärke nicht überschreiten. In diesem Fall war die Reizstärke zu groß. Entweder kann die Therapie nicht fortgesetzt werden oder es muss eine niedrigere Dosierung gewählt werden.

Bei akuten Erkrankungen werden größere Blutmengen von 5 - 10 ml in kurzen Abständen alle 2 - 3 Tage gespritzt. Bei chronischen Prozessen werden nur ca. 1 - 2 ml im wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Zeitintervallen injiziert. Dabei können die Dosierungen gesteigert oder gleichbleibend beibehalten werden.

Eingesetzt wird die Eigenbluttherapie bei Bluthochdruck, Diabetes, Migräne, schmerzhaften Monatsblutungen, Wechseljahrsbeschwerden, Schuppenflechte, Neurodermitis, Allergien, Infektneigung, Asthma, Akne, Furunkulose und depressiven Verstimmungen.

Eine Sonderform der Eigenbluttherapie ist die Eigenblutpotenzierung.

Bei der Eigenblutpotenzierung wird ein Tropfen Blut des Patienten zur Herstellung von Hochpotenzen (siehe Homöopathie) verwendet. Diese Tropfen werden dann in bestimmten Zeitabständen eingenommen. Die Wirkung dieser Tropfen macht sich nicht sofort bemerkbar. Erst bei wiederholter Einnahme zeigen sich positive Effekte. Typischerweise wird diese Therapie bei der Behandlung von Allergien verwendet. Dabei werden die Tropfen im ersten Jahr während des bestehens von allergischen Symptomen hergestellt. Gewöhnlich zeigen sich dabei noch keine therapeutischen Erfolge. Im Folgejahr, sobald allergische Symptome auftreten, werden erneut Tropfen hergestellt. Diese führen dann zu einer sofortigen Symptomlinderung.

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