Diese Richtung der Homöopathie hat sich schon sehr früh
entwickelt. Theoretische Basis ist für die organotrope Homöopathie die
wissenschaftliche Medizin. Die Diagnostik läuft auf die herkömmlichen
Weise ab und endet mit einer klar definierten Diagnose. Diesen Diagnosen sind
einige homöopathische Arzneimittel zugeordnet. Nach bestimmten Kriterien
wird dann ein bestimmtes Mittel ausgewählt. Dabei wird der ganzheitliche
Aspekt des Patienten nicht vernachlässigt. Er beeinflusst maßgeblich
die Auswahl des Medikamentes. Bei dieser Therapieform wird mit Einzelmedikamenten,
aber in Niedrigpotenzen und häufigen Gaben gearbeitet.
Die Anamneseerbebung und Zuordnung des richtigen Arzneimittels
gelingt bei der organotropen Homöopathie wesentlich schneller als bei der
klassischen. Oft ist bereits nach einigen Minuten die Medikamentenauswahl beendet.
Diese Methode eignet sich besonders zur Behandlung akuter Erkrankungen. Bei chronischen
Krankheiten ist der Entstehungsprozess oft so kompliziert, dass das richtige Einzelmittel
nur durch eine Anamnese im Rahmen der klassischen Homöopathie gefunden werden
kann.
Literaturquellen:
1. M. Bühring,
F.H. Kemper
(Hrsg.): Naturheilverfahren und unkonventionelle medizinische Richtungen, Springer
Verlag, Loseblattsammlung